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Nachfolgend findet ihr die persönliche Geschichte von Matthias.
"Vater, ich hatte mich verlaufen, du hast mich immer wieder gewarnt, doch ich wollte nicht hören. Als ich dann endlich aufwachte, zeigtest du mir liebevoll und fürsorglich den Weg. Ich danke dir von ganzem Herzen und gehe nun mit dir."
Matthias 2007
Es ist wirklich schwierig Worte für seinen eigenen Weg zu finden. Im Grunde beschreibt der Weg wie bei vielen Menschen die intensive Suche nach dem Sinn im eigenen Leben. Es gab eine sehr lange Zeit in der ich mich sehr verlaufen hatte...
Wichtig war mir Geld! Wichtig war mir Macht! "Denn Geld Macht Glücklich."
Konsumieren, Ausnützen und Intrigieren waren mir nicht unbekannte Worte. Im gesellschaftlichen Sinne hatte ich eine steile Karriere im Ausland - ja, ein Ziel vieler Menschen - vollbracht. Ich konsumierte alles was ich konnte, lebte ungesund in vielerlei Hinsicht. Während ich Beziehungen zu Frauen hatte, war ich beziehungsunfähig, hatte Bindungsängste und konsumierte auch hier. Nachdem ich die mir gesteckten Ziele letztendlich alle erreicht und den glorreichen Gipfel meiner eigenen Eitelkeiten erstürmt hatte stand ich da. Alleine. Sehr alleine. Ein Satz bewahrheitete sich:
Man erwirtschaftet sich alle die unnützen Dinge - Zeichen der Eitelkeit, die man nicht braucht, um Menschen zu beeindrucken, die einen nicht mögen.
War ich irgendwo falsch abgebogen? Was hatte ich eigentlich erreicht? Geld! Macht! Unglück! Stress und Krankheit.
Ich war sehr traurig. Gesundheitlich plagte mich eine diagnostizierte Immunschwäche (Auswirkung drei Mal im Jahr Erkältungskrankheiten) sowie chronische Gastritis, Angstzustände und Nachtschweiss. Die Beziehung, die ich zu diesem Zeitpunkt führte war durch mein Zutun leider auch nicht harmonisch. Aus den unzähligen Freunden in den Konzernen, in denen ich gearbeitet hatte blieben als ich wirklich emotional am Boden war kaum welche übrig.
An dem Tag, wo ich den für mich persönlichen Tiefpunkt im eigenen Leben erreicht hatte und ich nicht mehr wusste, was ich tun sollte saß ich alleine, traurig und still in meiner Wohnung.
Eines spürte ich in diesem Moment der Verzweiflung: der wichtigste Begleiter war immer da gewesen... Gott.
GOTT?
Ah genau, den gibt's ja auch noch. Der hatte mich ja schon als Kind fasziniert. So ein alter Kerl mit langen Haaren. Genau, damals hatte ich ja so komische Visionen. Meine Kindheit war schon sehr gefärbt mit dieser Materie, wahrscheinlich auch durch den ebenso sich selbst suchenden Vater... Wann hatte ich denn mit meiner Suche aufgehört? Dies entpuppte sich als zentrale Frage für mich. Ja, es war höchste Zeit für eine Kurskorrektur. In den darauf folgenden Monaten trennte ich mich von so ziemlich allem in meinem alten Leben. Dafür ließ ich aber endlich wieder Gott in mein Leben. Vater, wie sehr hatte ich mich doch verlaufen. Geduldig hatte die geistige Welt gewartet bis ich gereift war. So begann ich mich intensiv mit dem auseinander zu setzen, was ich irgendwann am Jahrmarkt der Eitelkeiten verloren hatte - meine Spiritualität - meinem Glauben!
Nicht wissend, was ich nun weiter in meinem Leben tun sollte stellte ich Gott die mir damals wichtige Frage:
"Ich spüre welchen Weg ich nun gehen soll, doch mir sind die Dinge noch immer wichtig..." (Zur Erklärung Dinge... wie Auto, Status etc.) Die Antwort folgte sofort: "Wenn dir die Dinge so wichtig sind, dann lebe diese noch ein zwei oder drei Inkarnationen, dann kommen wir wieder..."
Das wollte ich nicht hören. Die Absurdität meiner Frage wurde mir im gleichen Augenblick bewusst. Die Dinge hatte ich wirklich schon zu genüge gelebt. Und schnell ergab sich daraus die nächste Frage...
"Ok, die Dinge lasse ich gerne los, ich will dir dienen, doch ich muss ja auch von etwas leben..."
Auch hier war die Antwort klar als Stimme wahrnehmbar. - "Vertraue einfach, du wirst alles bekommen was du brauchst."
Vertrauen. Da war es dieses Wort. Für einen Wirtschaftsabsolventen Unwort Nummer 1. Vertrauen. Auf was? In Ordnung, man sagt man glaubt an Gott. Schön und gut, aber wirklich vertrauen? Auch sein tägliches Brot, Mieten, Kredite zurückzahlen, wirklich alles anvertrauen? An diesem Satz hatte ich schwer zu nagen. Auf Gott vertrauen, dass er alles in meinem Leben regelt?
JA!
Da war es dieses Gefühl. Nicht mehr der Kopf, keine verstandesmäßige spirituelle Suche sondern dieses Gefühl. Unbeschreiblich. Es war eine Initialzündung: ohne es damals zu wissen war dies meine Einweihung: ich fiel auf die Knie, saß weinend am Boden als sich mein Mund öffnete, mein Kopf nach hinten gezogen wurde und etwas wie Feuer hinein floss. Alles pulsierte in mir und ein Gefühl von Verbundenheit und Dankbarkeit durchfloss mich.
Nach diesem Geschenk ging es Schlag auf Schlag. Ja, es folgten viele Prüfungen. Doch eines ist gewiss:
Mein Leben änderte sich. Ich wurde Gesund. Ich wurde Glücklich. Ich lernte meine Frau kennen und erkannte zum Ersten Mal was wirklich Lieben bedeutet. Nicht konsumieren sondern Lieben. Wir fanden unsere Lehrer. Wir fanden Sathya Sai Baba. Wir wurden Heil.
Und heute, nach langer Zeit, am 20.02.2007 um 04:25 schreibe ich dir diese Zeilen:
Hinterfrage deinen Weg, vielleicht hast du dich ja auch verlaufen. Falls ja, Gott wartet geduldig auf genau Dich. Lass dein Ego zurück und begebe Dich auf einen neuen Weg. Werde glücklich, frei, heil, zufrieden und dankbar. Wer weiß, vielleicht dürfen wir dich ja begleiten. Auch wir warten.
Danke Gott. Nie wieder werde ich meinen Glauben verleugnen.
Matthias
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