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Frage:
Manche Menschen verhalten sich bei euch bei einem Treff anders, als wenn ich sie später privat treffe. Es wird geschimpft, geraucht und vieles mehr. Es schmerzt mich, dass manche Mitschüler nicht authentisch sind! Was sehe ich hier nicht, was ist meine Prüfung dabei?
Antwort von Matthias:
Danke für die Frage, denn dies ist ein sehr schwieriges Thema. Ja, deine Wahrnehmung ist richtig. Leider geschieht auch dies: manche betreiben üble Nachrede (auch über uns), rauchen auch nach dem Reiki 2. Grad, gehen respektlos mit Ressourcen um etc. und sind in Folge bei uns bei einem Treff und nicken zustimmend bei einem Gespräch über spirituelle Themen. Dies ist uns bewusst.
Dennoch ist dies gut so, wie es ist. Das Korrektiv wirkt durch folgendes Gesetz: jede Energie die ausgesendet wird kommt unweigerlich zum Sender zurück. Es ist nicht unsere Aufgabe, alles zu korrigieren.
Korrekturen nehmen wir nur dann vor, wenn durch das Höhere Selbst das Sprechen notwendig geworden ist, es demjenigen in seiner Entwicklung dient.
Die Frage, die sich dabei stellt ist natürlich: wie wirkt dieser Mangel an Authentizität anderer auf einen selbst? Was löst es in mir aus? Wenn ich Schmerz darüber empfinde, hätte ich vielleicht kommunizieren sollen – also sprechen statt schweigen. Es kann aber auch ein Hinweis sein, dass ich selbst noch nicht authentisch bin. Und so empfinde ich Resonanz auf andere nicht wahrhaftige Menschen.
Ja, wir alle sind am Weg und dabei unterschiedlich weit vorangeschritten. Jede Stufe bringt seine eigenen Prüfungen, wie du richtig erkannt hast.
In Gruppen geschieht das Folgende: es gibt eine „energetische Leitperson“, der Rest der Gruppe passt sich dessen Schwingung an – im Hellen wie im Dunklen. Unsere Aufgabe bei Reiki Treffs und Kursen ist es, konstant die Schwingung der Gruppe und jedes Einzelnen zu erhöhen – dadurch wachsen die Menschen. Manche mehr, manche weniger, je nachdem wie sie das Besprochene im Alltag umsetzen. Ja, auch bei den Meistern gibt es Defizite und bei manchen hilft auch unsere konstante Predigt über Authentizität im Alltag (noch) wenig… Wenn uns dies belasten würde, wir uns sorgen oder ärgern würden, wären wir nicht in der Lage eine Verbindung zu ihnen aufzubauen und die Schwingung zu erhöhen.
Dies alles zu erleben ist ebenso Teil des Weges, betrachte es mit dem gleichen Gleichmut, wie du positive Erfahrungen annimmst. Auch im Ashram von Baba geschieht genau das – 15000 Personen sind am Tag dort und nur 30 oder 40 tun das was Baba sagt, zum Meditiationsbaum gehen, sich auf den Darshan vorbereiten und meditieren.
Hier gilt es Güte im Herzen zu entwickeln und selber als Leuchtfeuer voran zu gehen. Persönlich halten Sabine und ich mich von manchen Zusammenkünften von Menschen fern, wenn wir spüren, dass wir nicht dazu beitragen können bzw. das Ganze eine gewisse für uns nicht stimmige Richtung einschlägt. Manchmal kommen wir aber dennoch in eine solche Situation und was wir dann tun ist das Folgende: entweder reden oder schweigen. Je nachdem, was gerade dient.
Im Reiki System gibt es keine „Prüfung“ oder Leistungsbestimmung. Ja, es sollten gewisse charakterliche Veränderungen am Weg stattfinden. Und ja, wir machen auch auf diese aufmerksam. Beim Reiki 2 Grad erklären wir, wenn es noch nicht der richtige Zeitpunkt ist und empfehlen z.B. zu warten. Beim Meistergrad sagen wir auch dezidiert nein, wenn es besser ist noch ein oder zwei Jahre zu warten. Es geht bei all dem um den Weg und nicht das Ziel. Alles was du nun im Außen wahrnimmst, sollte einfach nur ein Ansporn sein, an sich selbst zu arbeiten und zur Fackel zu werden, die das Licht bringt. Nicht alle werden diesen Weg gehen, einige werden und haben auch schon Rückschritte gemacht – durch Disziplinlosigkeit, Mangel der Integration der Werte und/oder Mangel an Umsetzung im eigenen Leben. Reiki Meister Grad ist nicht gleich Meisterschaft. Sehr oft wird auch uns „die Schuld“ gegeben und in der eigenen Frustration übel über uns gesprochen. Ja, Lehrer sind sehr oft Resonanzfläche...
Die Prüfung für einen selbst dabei ist die Herzensgüte zu entwickeln, in jeder Situation Gott in allem und jedem zu sehen. Die Konzentration auf das Gute in dem Menschen zu richten und an den eigenen Fehlern zu arbeiten. Durch diese Einstellung stärke ich das Positive in mir aber auch bei meinem Gegenüber. Alles andere frustriert mich nur selbst.
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Liza
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