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Warum nur ist es immer so schwer, wenn andere Menschen einen anderen weg gehen wollen sei es bewusst oder unbewusst, sie gehen zu lassen.?
Es ist schon ein paar Tage her. Und mir fiel es verdammt schwer die betreffende Person auch wirklich gehen zu lassen, aber ich musste führte sie doch in eine ganz andere Richtung, als die für mich vorgegeben war. Es war als würde ein teil von mir gehen, ich klammerte wollte nicht losslassen und fühlte nur schmerz. Ich konnte nicht verstehn das die Person in die andere Richtung muß. Es hat lange gedauert bis mir klar wurde es muß so sein. (eigentlich wars meine freundin) Jeder geht den weg den er für richtig hält, den einzig wahren weg der erkenntnis. Um das ganze Puzzel zu erkennen.
Ich wünsche euch viel Licht und Liebe
Eure Betti
Liebe Betti, ich möchte dir ein Gedicht von Hermann Hesse schenken, das mir persönlich Kraft schenkt auch loslassen zu können. In diesem Vertrauen fühle ich manchmal sogar eine gewisse Freude, denn dadurch weiß ich das auch eine Sackgasse am Ende Licht bringen kann.
Das Leben, das ich selbst gewählt
Ehe ich in dieses Erdenleben kam
Ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
Da war das Elend und die Leidensbürde.
Da war das Laster, das mich packen sollte,
Da war der Irrtum, der gefangen nahm.
Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
Da waren Haß und Hochmut, Stolz und Scham.
Doch da waren auch die Freuden jener Tage,
Die voller Licht und schöner Träume sind,
Wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage,
Und überall der Quell der Gaben rinnt.
Wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,
Die Seligkeit des Losgelösten schenkt,
Wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden
als Auserwählter hoher Geister denkt.
Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,
Mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel.
Mir ward gezeigt die Wunde draus ich blute,
Mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig Leben schaute,
Da hört ein Wesen ich die Frage tun,
Ob ich dies zu leben mich getraute,
Denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.
Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme —
»Dies ist das Leben, das ich leben will!« —
Gab ich zur Antwort mit entschloßner Stimme.
So wars als ich ins neue Leben trat
Und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward ich geboren in diese Welt.
Ich klage nicht, wenns oft mir nicht gefällt,
Denn ungeboren hab ich es bejaht.
Alles Liebe für dich
Gretl
Liebe Betti,
ich danke dir für diese schöne Frage... Eine Frage, die viele beschäftigt...
Den Grund sehe ich in der damit verbundenen Veränderung. Der Mensch neigt dazu, Veränderungen nicht wirklich gut zu verarbeiten... Veränderung im Sinne von etwas Loslassen generiert im Unterbewusstsein als erstes einmal Mangel. Mangel will kompensiert werden - etwas fehlt. Dadurch entsteht die Emotion - das man auch traurig ist.
Dies ist beim Loslassen aber nicht nur bei Menschen sondern auch bei Dingen... Dies ist auch der Grund, warum wir uns am spirituellen Weg im Loslassen üben, damit im Unterbewusstsein kein Mangel entsteht. Dadurch entsteht aber eine sehr schöne Leichtigkeit bei Freundschaften, Partnerschaften und dergleichen. Man kompensiert nicht mehr eigene Themen z.B. durch eine Freundschaft, klammert nicht und kann dadurch frei durchatmen. Dies sind dann aber auch wahrlich schöne Begegnungen.
Und das spannendste daran, man kann sich auch lange nicht sehen, manchmal Jahre und knüpft bei einem Wiedersehen wieder dort an, wo man sich das letzte mal gesehen hat - und es ist schön.
Umarmung dir, du schönes lichtes Wesen,
Matthias
Matthias A. Exl, MBA
Ausbildungszentrum Herzenssache
Matthiasexl.org
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Hallo Liebe Gretl, hallo Lieber Matthias
Gretl dir ein lieben dank für das schöne Gedicht, ich werde es denke ich sehr oft lesen.
Ja das mit dem losslassen ist so ein thema was sicher jeder kennt. Lieber halte ich mich an dem fest das ich kenne auch wenn das schmerzt, aber erst wenn der schmerz so groß ist und die innere stimmer immer lauter wird lassen wir los.
Mit der Veränderung in der ich mich befinde ist ständig ein wandel, alte freunde gehen und neue kommen. Bei manchen ist es schwer sich zu trennen, weil man sich verpflichtet fühlt. Wir können aber nur wachsen wenn wir den schritt weiter gehen, sonst bleiben wir stehen. Es ist für keinen der beteidigten gut sich festzuhalten.
Ja mit der gewissheit sich irgendwann mal wieder zu begegnen, macht es einem erträglicher. Und dann kann man auch berichten was man in der zwischenzeit erlebt hat.
Ich umarme euch
Betti
Liebe Gretl,
auch ich danke dir für dieses wunderschöne Gedicht!
Eine liebe Bekannte hat einmal gesagt:
"Was hast du dir da bloß wieder für ein Drehbuch geschrieben?"
Ja, so ist das......
Meine Oma sagte immer:
"Sölbn schuld, sölbn leidn..."
HERZlichst
Gabi
Liebe Betti, liebe Gretl, liebe Alle!
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Neben Hermann Hesse, dessen Zeilen mich schon mein ganzes Lese-Leben begleiten, ist mir bereits in Jugendtagen, aber auch wieder in den letzten Jahren immer öfter Rainer Maria Rilke noch näher gestanden, der es mit folgenden Worten auf den Punkt bringt:
Wir haben, wo wir lieben, ja nur dies: einander lassen; denn dass wir uns halten, das fällt uns leicht und ist nicht erst zu lernen.
(R.M.Rilke, Sämtliche Werke, Band II)
Kennt Ihr übrigens das "Rilke-Projekt" oder das "Hesse Projekt"?
Hesse Projekt
Rilke Projekt „Überfließende Himmel”
oder:
Irgendwo blüht die Blume des Abschieds und streut
immerfort Blütenstaub, den wir atmen, herüber;
auch noch im kommendsten Wind atmen wir Abschied. (R.M.R.)
...und, was ich zu so später Stunde da alles finde! Hört, lest, wie schön das ist!
LIEBES-LIED
Wie soll ich meine Seele halten, daß
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Aber gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hält uns in der Hand?
O süßes Lied.
Ergriffen, feierlich, aber sehr liebend -
mit herzlichen Grüßen - und falls Ihr ihm begegnet auch an Väterchen Frost -
Eure Selma
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