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Hallo ihr Lieben!
Es ist mitten in der Nacht (01:01 Uhr). Ich bin noch mal aus dem Bett gekrochen, weil ich einfach aufgefordert wurde (Babaist da echt hartnäckig
).
Immer wieder muss ich daran denken, wie schlimm es doch ist, wenn man sich von einem geliebten Mensch verabschieden muss. So oder so ist es schwer. Auch wenn man einen geliebten Menschen nach z. B. einer schweren Krankheit in Gottes Hände verabschiedet tut es dann doch weh. Es ist immer zu früh. Wenn wir nicht mit dem Tod rechnen und ein geliebter Mensch stirbt, ist dies so als würde plötzlich das Licht der Sonne verlöschen – ganz ohne „Vorwarnung“. Vieles bleibt ungesagt, vieles Schöne was man noch zusammen unternehmen wollte bleibt offen. Es ist so als hätte man so vieles zu sagen, doch die Stimme ist weg.
Es gibt mir zu denken wie lieblos, rücksichtslos und selbstverständlich ich mit den Menschen umgehe, die ich liebe und die mich lieben. Ich vergesse zu sagen, wie schön es doch ist, dass es sie gibt. Wie sehr ich meinen Lebenspartner/Mann liebe. Wie dankbar ich meinen Eltern, Großeltern und Geschwistern bin. Ich tu es einfach nicht weil eh alles selbstverständlich ist. Nein, verdammt ist es nicht.
Gerade jetzt wo ich mich so mit dem Tod auseinandersetze bemerke ich wieder, dass ich vor meinem eigenen Tod eigentlich keine große Angst habe. Jedoch, wenn es darum geht einen geliebten Menschen „loszulassen“ hab ich ein riesiges Problem. Ja, da kommt mein Ego voll raus – haben/besitzen wollen. Viele Menschen die bereits eine Nahtoderfahrung machen durften beschreiben, den Tod als etwas Wunderschönes. Wenn ich jemanden liebe, dann gönne ich ihm/ihr das Wunderschönste und Beste. Woran liegt es dass wir dann den Tod als so etwas Schauriges ansehen?! Verlust? Besitzen? Angst vor dem „Alleinsein“ auf dieser Welt – die ohne dich einfach scheißeist?!
Ich weiß nicht, ob mein Herz nicht brechen würde, wenn mein Lebenspartner / Mann schon jetzt sterben würde. Ich bin mir dessen bewusst, dass man irgendwann von einander Abschied nehmen muss, doch nicht jetzt. Egal, wann dieses JETZT kommt, es scheint immer zu früh zu sein.
So eine lähmende Hilflosigkeit macht sich in mir breit. Ich kann nichts dagegen tun – kein Mensch kann was tun. Logisch werdet ihr sagen, der Tod ist einfach so.
Man ist es gewöhnt sehr „selbstbestimmt“ durchs Leben zu gehen. Dabei vergisst man doch eines: „Nicht mein Wille geschehe – sein Wille geschehe!“
Ja, ich habe die Wahl.
Ich kann…
…1. mich vor jedem einzelnen Tag der kommt fürchten und höllische Angst haben, dass ich oder ein geliebter Mensch stirbt.
oder…
…2. Ich vertraue auf Gott und genieß mein Leben. Ich meine damit, dass ich mein Leben und das Leben meiner Lieben in die Hände Gottes lege. Dadurch, dass eh sein Wille geschieht (scheiße – ob ich will oder nicht) ist das doch die einfachere Lösung. Ich vertraue! Nicht mein Wille geschehe, sein Wille geschehe!
Ja, ja ich weiß – das schreib sich einfacher als es ist. Ich habs noch nicht drauf - da hab ich noch eine Menge zu lernen - harter Stoff!
Hab in dem Buch „Geheimnis Sterben“ von Bernard Jakoby ein berührendes Gedicht über Verlust gefunden:
Ich habe dich verloren.Heißt das nicht auch,dass ich dich gefunden habe?
Ich spüre deine Näheim Lächeln des Windesund im Pochen des Herzens.
Du bist bei mirin den Tagen meiner Trauer,selbst, wenn ich dich nicht sehe.
Ich spüre deinen Trost,wenn du in meinen Träumenmir begegnest und lächelst.
Du bist nicht verloren,weil duein Teil von mir bist.
Kein Verlust, keine Trauervermag Liebe zu zerstören,weil sie ewig ist.
Ich habe dich nicht verloren,weil du ein Teil von mir bist:Ich kann dich nie verlieren.
Mich würde echt interessieren was ihr über das Thema LEBEN und TOD denkt. Bitte helft mir, auch andere Perspektiven zu sehen und zu verstehen. ***DANKE***
So jetzt geh ich schlafen - hoffentlich!??
Von Herzen alles Liebe
Elisabeth
Liebe Elisabeth,
hab Dank für deine ehrlichen und berührenden Zeilen! Ja, das ist ein harter Stoff und der Tod eines geliebten Menschen bringt uns wieder mal an unsere gedanklichen und emotionalen Grenzen. Das Gedicht aus Jakoby´s Buch ist total schön und erinnert mich an ein Gespräch, das ich anlässlich Olivers Tod mit Matthias über den Tod hatte. Matthias durfte einmal Lotte Ingrisch kennenlernen, als sie mit Gottfried von Einem in Kärnten weilte. Auch sie beschäftigte sich intensivst mit dem Tod und dem Leben danach. Und, so erzählte mir Matthias, nachdem Gottfried von Einem gestorben war, da war sie nicht die gebrochene Frau, sondern erklärte den Menschen, dass sie ja noch immer mit ihm verbunden sei, nur eben nicht mehr körperlich, und sie lächelte. Beneidenswert, diese Geisteshaltung. Wieviel geistige Vorarbeit dazu wohl notwendig war? Vielleicht hängt es auch immer von der persönlichen Erfahrung ab, und die entsteht ja nicht erst in diesem Leben.....
Die Menschen verlassen zwar unseren Raum und wechseln in einen anderen - aber wir alle leben trotzdem weiter im gleichen Haus.
Für mich persönlich hat der Tod von Oliver eines wieder ins Bewusstsein gerückt: wir wissen nicht den Tag, an dem wir oder jemand anderer geht. Das kann heute, morgen oder in vielen Jahren sein. Leben und kommunizieren wir also mit den Menschen in Wahrhaftigkeit, so als ob es kein morgen zur Erklärung mancher Dinge gäbe. Keine Spielchen, kein Taktieren, nur Sein, aufrichtiges Sein mit mir und den anderen. Damit nichts Ungeklärtes zurückbleibt, wenn ich oder ein anderer ganz plötzlich seine Heimreise antritt.
Liebe Elisabeth, sei nicht sauer auf dein aufmuckendes Ego. Es hilft dir ja nur Dinge zu erkennen, dich mit Themen auseinanderzusetzen, die noch nicht so ins Bewusstsein gerückt sind bis zu diesem Tag. Umarme also dein rebellisches Ego und sag einfach nur "danke" zu deinem starken Bruder und Helfer!
Liebe Grüsse an dich und an alle hier, Sabine
Sabine I. Exl
Ausbildungszentrum Herzenssache
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Lieber fraggle!
Ich habe deinen Bericht gelesen, aber ehrlich gesagt, kann ich dir jetzt gar nicht so schnell und ausführlich darauf antworten, wie ich darüber denke.
Nur auf einen kurzen Absatz möchte ich dir gleich antworten.
Du schreibst, dass man den Menschen die man gern hat, nicht oft genug sagt, dass es schön ist, dass es sie gibt und dass man sie mag.
Das sehe ich auch so.
Man verschiebt vieles auf morgen, weil man sich gar nicht vorstellen kann, dass es für viele Menschen vielleicht aus irgendeinem Grund gar kein "morgen" mehr gibt. Vielleicht gehört man aber auch selbst zu denjenigen für die es kein "nächstes Mal" oder keinen "nächsten Tag" auf dieser Welt mehr gibt.
Deshalb bin ich dir sehr dankbar dafür, dass du dieses Thema aufgegriffen hast.
Aus diesem Grund möchte ich dir heute einmal sagen, welch wertvoller Mensch du für mich bist, und wie sehr ich dich "kleiner fraggle" mag.
Auch deinen Mann/Partner habe ich in der Zeit in der ich ihn bei Matthias treffen darf, erst langsam richtig kennen und schätzen gelernt.
Auch dir Herbert möchte ich auf diesem Wege danken und dir sagen, wie sehr ich deine fürsorgliche, ruhige und liebliche Art schätze und mag.
alles Liebe sendet euch der Schmetterling
Lieber Schmetterling, liebe Gabi!
...ich bin ganz gerührt. Mir kommen gleich die Tränen. Ich danke Gott von Herzen, dass ich Freunde wie euch haben darf und das es euch gibt.
Einfach nur ein dickes, fettes DANKE an euch!
Ich hab euch lieb!
Alles Liebe
Elisabeth
Liebe Elisabeth
wen immer Du verloren hast, ich weiss es nicht, aber Du hast mein grosses Herz und Mitgefühl und Trost, soweit ich ihn Dir schenken darf.
Du hast ein sehr schönes wie schweres Thema aufgegriffen - ich finde das sehr mutig, wie Deine Worte auch sehr berührend, sind sie so "lebensnah".
Ich glaube darüber kann man viele Meinungen gleichzeitig haben
Ich meine aber, dass wir Menschen verlernen, im JETZT zu leben. Den Moment zu leben, er ist das, was wir haben...Vergangenheit ist vergangen und Zukunft noch un-gelebt. Je mehr wir im Jetzt leben, je bewusster wir dies tun, desto mehr sind wir bei uns und mit unseren Mitmenschen (ich wünschte, ich könnte es besser, als es mir gelingt). In Momenten des Abschieds, Schmerzes, Krankheit etc wird uns bewusst, wie kostbar es doch ist, hier auf Erden sein zu dürfen, um ein Leben und eine Aufgabe zu erfüllen und wie wunderbar, dass wir dabei Menschen begegnen, die uns begleiten, die uns fordern, die uns lieben.
Der Mensch und sein Ego denke ich, wollen so gerne "festhalten" und so schwer lässt sich dieser Wunsch verwirklichen, weil das Leben "im Fluss" ist und nicht statisch. Damit kommen wir meist garnicht klar und das loslassen wird so mehr zur Aufgabe und Qual, denn zum natürlichen Lebens-fluss (auch ich lerne hier noch sehr).
Wer auf Gott und das Leben vertraut (und ich auch auf ein Leben nach dem Tode), der weiss, dass nur der Körper geht und in einer "anderen Dimension oder Welt" die Seele weiterlebt. Wir können sie nicht immer sehen oder direkt mit ihnen sprechen, aber wir können lernen, auf iher Zeichen zu achten...so sind wir nicht allein.
Ich möchte Dir gerne eine persönliche Geschichte hierzu erzählen, wenn Du erlaubst:
Ich hatte letzte Woche eine Endoskopie zu überstehen und obwohl ich das Procedere gut kenne, habe ich jedesmal Angst davor. Der Arzt liess mich lange warten, was die Situation nicht besser machte und das Betäubungsmittel allmählich die Kurzzeitwirkung aufgab. In dieser doch etwas drögen Situation hatte ich "ganz plötzlich das Gefühl", das meine seit 6 Jahren verstorbene OMA um mich war. Für den Bruchteil von Sekunden, glaubte ich sie anwensend (klingt vielleicht komisch und wirr, empfand ich aber so). Womit immer ich sie unbewusst gerufen habe, sie war DA! Unmerklich und ich glaubte zu hören, dass sie mir sagte: locker lassen, du schaffst das, keine Angst ich bin da.
Jetzt ist die Frage von Dir doppelt spannend: Was ist Leben und was Tod?
Ist der Tod die Schwelle in ein anderes Leben in eine andere Welt? Ist es eine Illusion - ich glaube nicht aber ich glaube, so weit weg, wie wir die Trennung empfinden durch unseren Verstand ist es vielleicht garnicht und noch weniger, wenn wir auf unser Herz und Gottes Stimme hören.
In Liebe
Jamila
Lieber Fraggle,
da meine Antwort sowohl hier, also auch dort (http://www.licht-forum.org/gedanken-....html#post2964) gepasst hat, habe ich es zum Thema Kommunikation "dort" gepostet...
von Herzen alles Liebe,
Matthias
Matthias A. Exl, MBA
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Matthiasexl.org
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