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Ihr Lieben,
in letzter Zeit wurde ich desöfteren zu einem Thema befragt: Kampf in Beziehungen.
Es ist hier nicht notwendig, diese Thematik auf "Mann und Frau" zu beschränken - vielmehr gilt dies für jede Art der Beziehung zu jemanden oder zu etwas.
Es stellt sich nur eine Frage: Wo entsteht Kampf? Oder anders ausgedrückt, worüber streite ich?
Es ist wichtig, dass mir bewusst wird, dass die Emotion der Wut, des Kampfes in mir selbst entsteht. Das Außen ist dabei völlig unwichtig. Ja, wir zeigen mit Fingern auf die Fehlbarkeiten anderer Menschen, doch genau jenes Fingerzeigen und "Besserwissen" ensteht nur durch eine Sache: den eigenen inneren Schmerz.
Spüre ich keinen inneren Schmerz, spreche ich nicht darüber.
Spüre ich Schmerz werde ich diesen höchstwahrscheinlich artikulieren.
Spürt mein Gegenüber Schmerz und artikuliert diesen und unsere Meinungen gehen in eine unterschiedliche Richtung gibt es zwei Möglichkeiten:
- beide Parteien beginnen mit Selbstreflexion. Wieso empfinde ich Schmerz? Wieso "zicke" ich herum? Was will ich erreichen? Wieso fühle ich mich so hilflos, dass ich zu diesen Mittel greife ("schreien", "beschimpfen" etc.). Da ich die daraus resultierende Frage höre, "Was wenn mein Partner nicht reflektiert, ich aber schon" hier die Antwort: du betreibst keine Selbstreflexion, denn schon wieder ist das Fingerzeigen da, was dein Partner tut oder nicht tut. Dies ist keine Selbstreflexion. Selbstreflexion (unabhängig wie lange sie dauert) ist frei von Vergleichen, schiebt die Schuld in keine Richtung - nicht zum Partner, Karma
oder sonstigem. Sei du selbst! Erkenne deinen Schmerz! Anerkenne deine Selbstbestimmung und deine Handlungen, die zu dieser Situation geführt haben. Lasse los!
- beide Parteien versuchen ihren Willen durchzusetzen. Kampf ensteht. Zu einem Kampf gehören zwei Kämpfer. Ein Kampf findet nie mit nur einem Kämpfer statt. Zwei mal Ego zentrierter Wille trifft aufeinander, Machtspiele werden angewendet um den eigenen Willen durchzusetzen. Es wird in Kauf genommen bewusst zu verletzen um sich kurzfristig besser zu fühlen. Dieser Kampf verbrennt sich selbst in der Flamme des Schmerzes. Zurück bleibt Asche.
Für Kämpfer gibt es zwei Wege:
-ein Kampf ist mit grossen Verlusten abgeschlossen worden doch aus dem eigenen entstandenen Schmerz bleibt nur ein verhärtetes "ich habe Recht gehabt" übrig. Die eigene Sturheit hat gesiegt. Die Seele wird aber über kurz oder lang wieder ein Szenario des Kampfes schaffen, sodass wieder die Chance auf Umdenken durch die Erfahrung von Schmerz besteht.
-durch das reinigende Feuer des durch den Kampf enstandenen Schmerzes beginnt das Loslassen der Machtspiele und dadurch die Selbstreflexion. Dies ist der Weg heraus aus dem Zyklus.
Vergesse nie: sei du selbst! Dein Selbst lässt los, fliesst im Strom des Seins, ist der Strom des Seins. Es ist die Essenz des "Ich bin" - nicht des "Ich bin wütend" oder "ich bin verletzt". Lasse das trotzige Kind in dir los, versuche nicht irgendetwas zu erreichen oder zu sein. Sei und lasse los. Sei dir dem bewusst wenn es Anzeichen zum Streit oder Kampf gibt und du wirst den Zyklus durchbrechen.
Ich umarme dich von Herzen,
Matthias
Matthias A. Exl, MBA
Ausbildungszentrum Herzenssache
Matthiasexl.org
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Lieber Matthias!
Ich danke dir von Herzen für dieses wunderbare Posting. Es hat mir sehr geholfen mich zu besinnen. Ich tu mir momentan schwer die Anzeichen einer Auseinandersetzung zu erkennen und auch "richtig"
zu reagieren. Es ist momentan alles etwas verrückt und stressig!
...super timing,!
![]()
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Liebe Elisabeth,
ich danke dir für die lieben Zeilen - es scheint momentan eine sehr "spannende" Zeit zu sein, die sehr viele Menschen schüttelt...
Ich umarme dich von Herzen, freue mich auf ein Wiedersehen,
Matthias
Matthias A. Exl, MBA
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Danke dir! Ich freue mich auch auf ein Wiedersehen!![]()
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Ihr Lieben,
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ja, diesem Satz kann ich nur voll und ganz zustimmen!
Die "Auseinandersetzungen" mit meinem lieben Mann sind immer "saisonbedingt"- nicht lachen! Das stimmt! Je mehr Stress wir im Büro haben und je mehr wir arbeitsmäßig "unter Druck" geraten, desto "explosiver" wird die Stimmung. Da gehört oft seeeehr viel Selbsterkenntnis und -reflexion dazu, um nicht in den alten Strom zu hüpfen.
Aber das Gute daran ist, dass wir durch unseren gemeinsamen Weg Situationen, in denen es brutzelt, mittlerweile als "Prüfungen" sehen können und es dadurch immer öfter gelingt, ruhig(er) zu bleiben, wenn auch nicht immer. Und das schlechte Gewissen ist irgendwie auch immer stärker als früher einmal, wo es sich noch recht einfach beiseite schieben ließ mit der inneren Einstellung: Ist sowieso immer der andere schuld.
(Das funktioniert jetzt irgendwie nicht mehr
![]()
).
Nein, ist natürlich nur ein Scherz!Gott sei Dank funktioniert das nicht mehr! Denn nur so haben wir Gelegenheit, aneinander zu wachsen, anstatt uns auseinander zu leben.
Aber gerade in einer stressigen Zeit nimmt man sich ungern die Zeit für Selbstreflexion. Ich versuche es beim Schlafengehen und schlafe oft über diesen Gedanken ein, was mir häufig sehr intensive Träume beschert, die manchmal ganz klar, dann wieder ziemlich verwirrend sind. Aber dies ist auch eine gute Hilfe von oben, zu reflektieren.
Die beste Lösung wäre natürlich, dem Stress und somit dem Aus-der-Mitte-geraten bewusst entgegenzuwirken. Dies funktioniert aber nur dann, wenn wir uns nicht vom Außen (an)treiben lassen - vom Chef, von der Familie oder von Freunden, die alle mit Zeit, Aufmerksamkeit oder irgenwelchen Gefälligkeiten und Tätigkeiten "bedient" werden möchten. Es muss uns bewusst werden, dass wir viele Dinge nur tun, um geliebt zu werden und weil wir zu feige sind, wahrhaftig zu kommunizieren. Dies war auch lange Zeit mein Thema (und ist es teilweise noch immer), nicht Nein sagen zu können, weil man ja niemanden vor den Kopf stoßen will...Doch ist die zentrale Frage, wem diene ich mit meinem Verhalten? Meinem Seelenwohl sicherlich nicht und auch nicht dem fordernden Gegenüber.
Je mehr der Mensch aus der Mitte gerät, desto harmonie- und ruhebedürftiger ist er, desto mehr sehnt er sich nach dem inneren Frieden und der Ruhe- und reagiert umso explosiver, wenn er diese nicht erhält. Wie kann uns unsere Seele besser Bescheid geben, dass es Zeit ist, sich zu besinnen und in die Mitte zurückzufinden?
Unsere Partner sind weder für die Unruhe verantwortlich, noch wollen sie diese stören. Sie sind lediglich unsere Lehrer bei unserer Reise zu uns selbst!
Bei dieser Gelegenheit:mein Schatz!
HERZlichst
Gabi
Die glücklichsten Menschen haben nicht unbedingt von allem das Beste,sondern sie verwerten zum Besten, was sie auf ihrem Wege finden.
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